Interaktive CD-ROM mit wissenschaftlichen Arbeitsmitteln

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Die Rolanddarstellung

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Aktuelle News:

Nach dem Erscheinen der CD-ROM erreichten uns noch Informationen über das Vorhandensein weiterer Rolande. Ebenso neues Bildmaterial, das wir Ihnen hier schon mal vorab präsentieren möchten.

News-Update 02.12.07

Die vermeintlichen Rolande von Hostinné (ehemals Arnau)

Zwei bärtige Figuren aus Sandstein in nachgeahmter römischer Rüstung mit Helm, halten das blanke, den Boden berührende Schwert mit der Spitze nach unten. Die andere Hand hält je einen Wappenschild, der den böhmischen Löwen und den deutschen Reichsadler zeigt. Ihr Größe wird auf ca. 5 m geschätzt. Sie stehen an dem turmartigen Vorbau über dem Eingang des alten Rathauses und wurden wahrscheinlich um 18. Jahrhundert als Wappenhalter geschaffen.
Hostinné, ehemals Arnau, ist eine Kleinstadt in Nordosten Böhmens, an der Elbe gelegen, südlich von Hohenelbe, in den Ausläufern des Riesengebirges und hat ca. 5.000 Einwohner. Im 12. Jhdt. wurde sie neben der 1139 errichteten Herzogsburg Hostin als deutsche Stadt gegründet und mit Magdeburger Recht bewidmet, im 14. Jhdt. kam sie in den Besitz der Herren von Torgau, danach an die Familie Waldstein. Die Stadt trotzte den Angriffen der Hussiten, kam dann 1620 nach der Schlacht am Weißen Berg an die Familie Wallenstein. 1779 erwarb der Graf von Deym die Stadt mit Schloß und Herrschaft.
Zu ihrer Bezeichnung als „Rolande“ kamen sie durch eine Bemerkung der k.u.k. Centralcommission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale (XV. Jahrgang (1870) p. LXIV), nach denen sie „Nachbildungen älterer Rolandsbilder“ seien.
In den Sagen des Riesengebirges sollen sie in der Umgebung gewohnt und dem Gebirge den Namen gegeben haben.

Die Literatur zu diesen Rolanden findet sich auf der CD-ROM „Rolande der Welt“.
Bilder: M. Pöhl

News-Update 20.11.07

Der Roland auf der Nordseeinsel Sylt

Der Roland in Westerland (Sylt) wurde 1917/18 aus Findlingen erbaut und von den Hamburger Bildhauer Wilhelm Rex ursprünglich als Brunnenfigur gestaltet. Es war ein Geschenk der 5.200 im Ersten Weltkrieg auf Sylt stationierten Soldaten (Infanterie-Regiment 162 + Landwehr-Regiment 85) an die Stadt Westerland. Er stand vor dem damaligen Rathaus (Hotel Royal) - Bild von 1959 ganz rechts. 1964 wurde die Statue abgebaut und auf dem Westerländer Bauhof eingelagert, um erst 30 Jahre später beim Kreisverkehr Norderstraße/Boy-Truels-Straße aufgestellt zu werden.

Quelle: V. Frenzel, Sylt Kunz,Harry/Steensen,Thomas, Sylt-Lexikon, hrsg. vom Nordfriisk Instituut, Wachtholz-Verlag, Neumünster, 2002 Bilder: J. Schulze

News-Update 10.09.07

 

Am 16. September wird die Roland-Figur in Brobergen bei Stade eingeweiht. Die Skulptur wurde von dem Bildhauer Klaus Nick Blume geschaffen.

News-Update 30.08.06

Bis zum 30. November 2006 ist die Roland-CD-ROM zum Aktionspreis von 15,- € erhältlich. Zur Bestellung klicken Sie bitte hier.

 

News-Update 15.06.06

Seit dem 6. Juni 2006 gibt es in Rinteln im Schaumburger Land eine Rolandfigur. Sie soll an die Verleihung des Marktrechtes im Jahre 1392 erinnern und Sinnbild, nicht Abbild sein. Deshalb reduzierte der Bildhauer Peter Lechelt die 2,50 m hohe Rolandfigur auf die drei Elemente "Person, Schwert und Schild". Aufnahme: Anne Schneller.

 

News-Update 03.01.06

In unregelmäßigen Abständen werden in Zukunft auf dieser Internetseite einzelne Rolande besonders vorgestellt. Den Anfang macht der Roland von Oebisfelde, eine Liste weiterer Rolande findet sich unter "Wissenschaftliches Arbeiten - Übersicht der enthaltenen Rolande"

Am 23. Dezember 2005 wurde in MAGDEBURG die Nachschöpfung der Pomarius-Abbildung enthült. Mit einer Größe von 4,80m stellt der Roland nun einen imposanten Blickfang dar. (Bilder: Uwe Klamm, Calbe)

 

News-Update 03.10.05

Der neue Roland von Plötzky, aufgestellt am 1. Oktober 2005, gefertigt aus Pirnaer Sandstein, 2,10 m groß, mit Sockel und Hochbeet 3,20 m. (Bild rechts)

Seit kurzem sind die Forschungsergebnisse in Teilen auch in Buchform erhältlich. Im Verlag Janos Stekovics erschien der hochwertig gestaltete Band mit 197 Seiten auf Kunstdruckpapier, Lesebändchen und zahlreichen Farb- und s/w-Aufnahmen sowie Kartendarstellungen.

Inhaltsverzeichnis: "Roland - Vom Ritter zum Mythos": Der historische Roland -Der literarische Roland - Der sagenhafte Roland - Der heilige Roland. "Steinernes Machtsymbol im Wandel der Zeiten": Ursprung - Der kaiserliche Roland - Roland als Freiheitssymbol und Ausdruck städtischen Selbstbewußtseins - Der Bremer Roland und seine vielen Brüder - Roland und die Hanse - Roland und Mauritius - Rolande zu Pferde - Der gekrönte Roland - Die Rolande an der Ochsentrift - Rolande auf Brunnen und Prangern - Rolande an Rathäusern - Roland im Kaiserreich - Roland im Dritten Reich - Roland heute. "Roland im Kontext": Roland als Spielfigur - Roland als Nagelfigur - Roland als Kriegerdenkmal - Falsche Rolande - Roland als Werbeträger - Roland in Literatur und Musik. Alphabetisches Verzeichnis der Roland-Darstellungen.

Das Buch mit der ISBN 3-89923-104-X ist zum Preis von 19,80 Euro im Buchhandel erhältlich, alternativ zu beziehen bei der Autorin unter munzel-everling@t-online.de

 

News-Update 28.07.04

Nach Mitteilung von Dr. Dieter Wolf, Stadtarchiv Butzbach, ist die 1575 entstandene Figur auf dem Marktbrunnen in Butzbach/Oberhessen als "Roland" anzusehen und wird in der Literatur teilweise als solcher bezeichnet. Er symbolisiert die Marktrechte. (Bild rechts)

Am 2. Juli 2004 wurde der Roland und das Rathaus in Bremen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Seit Ende April wird im Bremer Stadtwald (Bürgerpark) in der Nähe der Bahnlinie bei der Finnbahn ein drei Meter hoher Eichenstamm zum Roland umgearbeitet: Er soll als Bienenstock dienen. (Bild links)

Herr Dr. Wolf war so freundlich, uns einen Aufsatz über den Marktbrunnen in Butzbach zur ERSTVERÖFFENTLICHUNG zur Verfügung zu stellen. Sie können das PDF-Dokument herunterladen und ausdrucken (mit der rechten Maustaste auf untenstehenden Link klicken):

Aufsatz Dr. Wolf Marktbrunnen Butzbach

 

News-Update 06.07.04

Nach einem Bericht in der „Sächsischen Zeitung“ vom 23. Juni 2004 soll auf dem Rathaus (1.Bild rechts) von Liberec (Reichenberg, ehemals Sudentenland, heute Tschechien) wieder eine Kopie des „Rolands“ aufgestellt werden, der sich jetzt im Nordböhmischen Museum befindet. Er wurde 1892 auf der Rathausspitze angebracht. Eine Kupferfigur von 2 m Höhe und 150 kg Gewicht.

 

 

 

Wahrscheinlich gleicht er der Figur auf dem Rathaus zu Wien (2. Bild rechts). Wie aus dem Artikel hervorgeht, sollen beide aus der Werkstatt des Wiener Hofbildhauers Alexander Beschörner stammen und nach Vorlagen des Reichenberger Bürgers Emanuel Gerhardt geschaffen. Der Roland von Sangerhausen ist nicht untergegangen, sondern ist noch am Rathaus eingemauert. Frau Birge Müller aus Pforzheim hat ihn fotografiert und mir das Bild zugesandt. (Bild links). Die Roland-Spielfigur, die sowohl unter „Garding“ wie auch „Tönning“ gezeigt ist, ist nach Angaben von Prof. Dr. Axel Feuß, dem Direktor des Altonaer Museums, 1897 vom Museum in Garding gekauft worden. In Garding erlosch um 1800 die Tradition des Roland-Reitens, wurde aber 1860 durch einen Gastwirt wieder eingeführt, so daß sie auf diese Zeit zu datieren ist. Aufgrund eines Hinweises von Prof. Dr. Clausdieter Schott, Zürich, ist eine Hornbläserfigur am Großmünster in Zürich möglicherweise ein Roland. Zürich hatte im Mittelalter einen bedeutenden Karlskult. Die Figur befindet sich am Nordportal und wurden 1907 ihrer starken Verwitterung wegen aufgrund einer Zeichnung von 1840 (aus großer Entfernung angefertigt) restauriert. Es ist durchaus möglich, daß sie neben dem Horn ein an die Schulter gelehntes Schwert (anstelle einer Keule?) trug. Sie dürfte Ende des 12. Jhdts. angefertigt worden sein (Daniel Gutscher, Das Grossmünster in Zürich, Eine baugeschichtliche Monographie, Bern 1983, S. 131 f.) - (Bild unten)